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Image Pack SEO: Sichtbar in Googles Bilder-Karussell

Patrick Tomforde · 10 Min. Lesezeit

Image Pack SEO bringt eigene Bilder in das Bilder-Karussell, das Google direkt in den normalen Suchergebnissen anzeigt. Entscheidend sind beschreibende Dateinamen, praeziser Alt-Text, eine Bild-Sitemap, strukturierte Daten als ImageObject sowie schnelle, hochaufloesende Bilder mit klarem Textkontext rund um das Motiv.

Image Pack SEO ist die Optimierung von Bildern, damit Google sie im Bilder-Karussell direkt in den Suchergebnissen anzeigt und auf die eigene Seite verlinkt.

Bei vielen Suchanfragen blendet Google heute eine Reihe von Bildern mitten in die Ergebnisliste ein. Dieser Block, das Image Pack, ist ein eigener Sichtbarkeits-Kanal neben den klassischen Textergebnissen. Jedes Bild verlinkt auf die Quellseite, was zusaetzlichen Traffic bringt. Dieser Leitfaden zeigt, wie das Image Pack funktioniert, welche Signale Google auswertet und wie sich Bilder Schritt fuer Schritt dafuer optimieren lassen. Das Vorgehen baut auf den Grundlagen des technischen SEO auf, ohne die kein Bild zuverlaessig indexiert wird.

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Was ist ein Image Pack und wie erscheint es in den Suchergebnissen?

Ein Image Pack ist eine Gruppe von Bildern, die Google als Block oder horizontales Karussell innerhalb der normalen Suchergebnisseite anzeigt. Es taucht auf, wenn Google bei einer Suchanfrage eine visuelle Absicht erkennt, etwa bei Produkten, Rezepten, Orten oder Anleitungen. Anders als die separate Google-Bildersuche steht das Image Pack mitten zwischen den blauen Links.

Jedes Bild im Pack ist anklickbar und fuehrt zur Quellseite oder in die Detailansicht der Bildersuche. Fuer Webseiten ist das ein zweiter Eingang zum Inhalt: Wer mit Text nicht auf Position eins steht, kann ueber ein Bild trotzdem oben auf der Seite erscheinen. Genau das macht das Image Pack zu einem unterschaetzten Hebel, der bei visuellen Themen viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und Nutzer schon vor dem ersten Textergebnis abholt.

Google Images wurde 2001 eingefuehrt, nachdem eine stark gefragte Suchanfrage gezeigt hatte, dass Nutzer gezielt nach Bildern suchen. Heute speist dieselbe Bildersuche auch das Image Pack in der Web-Suche.

1 Bild2 Signale3 Index4 Image Pack+ Klick

Warum ist Image Pack SEO so wichtig?

Das Image Pack vergroessert die Flaeche, die eine Marke auf der Suchergebnisseite belegt. Ein Bild im Karussell steht oft weit oben, manchmal noch vor dem ersten organischen Treffer. Damit erreicht es Nutzer, bevor sie ueberhaupt einen Textlink lesen.

Der Hebel ist besonders gross bei visuell gepraegten Branchen: Mode, Einrichtung, Reisen, Lebensmittel, Handwerk und alles, wo Nutzer ein Ergebnis sehen wollen, bevor sie klicken. Ein gut optimiertes Bild kann hier mehr Klicks bringen als ein mittelmaessig platziertes Textergebnis. Hinzu kommt: Bilder werden in mobilen Ergebnissen besonders prominent gezeigt, und der Anteil mobiler Suchen waechst seit Jahren. Wer das Image Pack ignoriert, verschenkt eine sichtbare Flaeche an Wettbewerber, die ihre Bilder sauber auszeichnen.

Wie waehlt Google die Bilder fuer das Image Pack aus?

Google bewertet ein Bild nach seinem Inhalt, dem umgebenden Text und technischen Signalen. Der Algorithmus versteht das Motiv nicht allein aus den Pixeln, sondern stuetzt sich stark auf den Dateinamen, den Alt-Text und den Text, der das Bild umgibt. Je eindeutiger diese Signale zusammenpassen, desto sicherer ordnet Google das Bild einer Suchanfrage zu.

Wichtig ist die Uebereinstimmung von Bild und Seitenthema. Ein Foto einer Espressomaschine auf einer Seite ueber Espressomaschinen wird klarer eingeordnet als dasselbe Bild auf einer thematisch fremden Seite. Google Search Central nennt als Kernfaktoren guten Kontext, eindeutige Dateinamen und beschreibende Alt-Attribute.

Google empfiehlt, Bilder nah am relevanten Text zu platzieren und ihnen aussagekraeftige Dateinamen sowie Alt-Texte zu geben, da diese Angaben dem Bilderverstaendnis und der Zuordnung dienen.

Auch die wahrgenommene Autoritaet der Seite zaehlt: Eine vertrauenswuerdige Domain mit thematischer Tiefe wird haeufiger ins Image Pack aufgenommen als eine duenne Seite. Wer die Grundlagen des Schema-Markups beherrscht, gibt Google zusaetzlich strukturierte Hinweise, die die Zuordnung erleichtern.

Welche Faktoren bringen ein Bild ins Karussell?

Sichtbarkeit im Image Pack folgt wiederkehrenden Mustern. Die folgenden Hebel lassen sich direkt umsetzen und greifen ineinander, weil Google mehrere Signale gemeinsam auswertet.

  • Beschreibender Dateiname: espressomaschine-siebtraeger-edelstahl.webp sagt mehr als IMG_4821.jpg.
  • Praeziser Alt-Text: Das Alt-Attribut beschreibt das Motiv in wenigen Worten und dient zugleich der Barrierefreiheit.
  • Bildunterschrift und Kontext: Ueberschrift, Caption und naher Fliesstext ordnen das Bild thematisch ein.
  • Hohe Aufloesung: Grosse, scharfe Bilder werden im Karussell bevorzugt angezeigt.
  • Modernes Format und schnelle Ladezeit: WebP oder AVIF mit komprimierter Dateigroesse halten die Seite schnell.
  • Strukturierte Daten: Eine ImageObject-Auszeichnung gibt Google maschinenlesbare Bildinformationen.
  • Bild-Sitemap: Eine Sitemap mit Bild-URLs hilft, schwer auffindbare Bilder zu indexieren.
Alt-Text und KontextBeschreibender DateinameAufloesung und FormatLadezeit der SeiteStrukturierte Daten

Wie schreibt man Dateinamen und Alt-Text richtig?

Der Dateiname und das Alt-Attribut sind die beiden wichtigsten Textbelege, die Google ueber ein Bild hat. Beide sollten den Bildinhalt klar beschreiben, ohne in Keyword-Stuffing zu verfallen. Ein Dateiname wird kleingeschrieben und mit Bindestrichen getrennt, also blaue-laufschuhe-herren.webp statt einer kryptischen Kamera-Bezeichnung.

Das Alt-Attribut, kurz Alt-Text, beschreibt das Motiv in einem knappen, natuerlichen Satz. Es wurde mit HTML eingefuehrt, um Bildinhalte fuer Menschen zugaenglich zu machen, die das Bild nicht sehen koennen.

Das Alt-Attribut liefert einen alternativen Text fuer ein Bild und wird angezeigt oder vorgelesen, wenn das Bild nicht geladen werden kann oder ein Screenreader genutzt wird.

Praktisch gilt: ein bis zwei beschreibende Stichworte zum Motiv, kein gestapeltes Keyword, kein Wort wie Bild oder Foto am Anfang. Wer mehrere aehnliche Bilder auf einer Seite hat, variiert die Alt-Texte, damit jedes Bild eindeutig bleibt. So entsteht ein sauberes Signal fuer Google und gleichzeitig ein echter Mehrwert fuer die Barrierefreiheit.

Welche Rolle spielen Format, Groesse und Ladezeit?

Format, Groesse und Ladezeit entscheiden, ob ein Bild ueberhaupt eine Chance im Image Pack bekommt. Google bevorzugt grosse, scharfe Bilder, weil sie im Karussell besser wirken. Zugleich darf die Datei die Seite nicht ausbremsen, denn langsame Seiten ranken schlechter. Diese Spannung loest man mit Kompression und modernen Formaten.

Moderne Formate wie WebP und AVIF liefern bei gleicher Qualitaet deutlich kleinere Dateien als klassisches JPEG oder PNG. In der Praxis sinkt die Dateigroesse oft um ein Drittel bis die Haelfte, ohne sichtbaren Qualitaetsverlust. Wichtig sind ausserdem responsive Bilder ueber das srcset-Attribut, damit mobile Geraete kleinere Varianten laden. Die Ladezeit eines Bildes schlaegt direkt auf die Nutzererfahrung durch und betrifft die Core Web Vitals als Ranking-Signal. Eine grosse, unkomprimierte Heldengrafik ist oft der groesste LCP-Verursacher einer Seite.

Wer hier sauber arbeitet, gewinnt doppelt: bessere Bildqualitaet fuer das Karussell und schnellere Seiten fuer das allgemeine Ranking. Vertiefende Hinweise dazu liefert unser Leitfaden zum Optimieren des Page Speed.

Wie unterscheidet sich das Image Pack von der Google-Bildersuche?

Beide Funktionen nutzen denselben Bildindex, erscheinen aber an unterschiedlichen Stellen und erreichen unterschiedliche Nutzer. Die Google-Bildersuche ist ein eigener Reiter, den Nutzer bewusst oeffnen. Das Image Pack erscheint dagegen ungefragt mitten in der Web-Suche, sobald Google visuelle Absicht erkennt. Die folgende Tabelle stellt die Kernunterschiede gegenueber.

Dimension Google-Bildersuche Image Pack
Ort Eigener Bilder-Reiter Mitten in der Web-Suche
Nutzerabsicht Sucht gezielt Bilder Sucht eine Antwort, sieht Bilder
Auswahl Viele Bilder als Raster Wenige kuratierte Bilder im Block
Klickziel Detailansicht und Quellseite Quellseite oder Bildersuche
Sichtbarkeit Nur fuer Bildsucher Fuer alle Sucher des Begriffs

Die gute Nachricht: Wer Bilder sauber fuer den Index optimiert, bedient beide Kanaele gleichzeitig. Dieselben Signale, die ein Bild in die Bildersuche bringen, machen es auch zum Kandidaten fuer das Image Pack.

Wie optimierst du ein Bild konkret fuer das Image Pack?

Das Vorgehen laesst sich in fuenf wiederholbare Schritte fassen. Es eignet sich fuer neue Bilder ebenso wie fuer die Ueberarbeitung bestehender Seiten.

  1. Dateinamen vergeben: Beschreibe den Bildinhalt kleingeschrieben und mit Bindestrichen, bevor du das Bild hochlaedst.
  2. Alt-Text schreiben: Formuliere einen knappen, praezisen Satz zum Motiv ohne Keyword-Stuffing.
  3. Format und Groesse waehlen: Exportiere in WebP oder AVIF, hoch aufgeloest und zugleich komprimiert.
  4. Strukturierte Daten ergaenzen: Zeichne das Bild als ImageObject aus und nimm es in die Bild-Sitemap auf.
  5. Kontext liefern: Platziere eine passende Ueberschrift, eine Bildunterschrift und relevanten Fliesstext rund um das Bild.

Strukturierte Daten als ImageObject geben Google maschinenlesbare Angaben zu Bildunterschrift, Urheber und Lizenz. Schema.org definiert diesen Typ als die Standard-Auszeichnung fuer Bilder im Web.

ImageObject ist der von schema.org definierte Typ fuer ein Bild, der Felder wie contentUrl, caption, author und license fuer eine maschinenlesbare Beschreibung bereitstellt.

Welche Mythen halten sich ueber Image Pack SEO?

Rund um die Bildoptimierung kursieren Annahmen, die zu falschen Prioritaeten fuehren. Drei davon sind besonders verbreitet.

Mythos 1: Der Alt-Text sollte mit moeglichst vielen Keywords gefuellt werden. Tatsaechlich wertet Google Keyword-Stuffing im Alt-Attribut negativ. Ein knapper, beschreibender Satz wirkt besser als eine Aneinanderreihung von Suchbegriffen.
Mythos 2: Kleine Bilder laden schneller und ranken deshalb besser. Im Image Pack bevorzugt Google grosse, scharfe Bilder. Die Loesung ist Kompression in modernen Formaten, nicht eine niedrige Aufloesung.
Mythos 3: Bilder werden automatisch indexiert, also ist Optimierung ueberfluessig. Per JavaScript nachgeladene oder schlecht ausgezeichnete Bilder werden oft gar nicht erfasst. Eine Bild-Sitemap und sauberes Markup verhindern genau das.

Aus der Praxis: Wie ein Online-Shop ins Image Pack kam

Sichtbarkeit im Image Pack entsteht selten durch Zufall, sondern durch konsequente Bildhygiene. Das folgende Beispiel ist anonymisiert und konservativ gerechnet.

Fallbeispiel: Ein Online-Shop fuer Wohnaccessoires benannte rund 400 Produktbilder von kryptischen Kameranamen auf beschreibende Dateinamen um, ergaenzte praezise Alt-Texte und stellte alle Bilder auf WebP um. Nach etwa drei Monaten erschienen mehrere Produktbilder im Image Pack zu Kategorie-Suchanfragen, und der Anteil der Bildaufrufe an den Sichtbarkeits-Eindruecken stieg spuerbar. Aus der Praxis zeigt sich: Die Umstellung auf WebP brachte gleichzeitig deutlich schnellere Ladezeiten.

Welche Kennzahlen zeigen Erfolg beim Image Pack?

Weil das Image Pack keine klassische Textposition hat, braucht es eigene Messgroessen. Drei Kennzahlen genuegen fuer den Anfang.

  • Impressionen auf Bilder: Wie oft erscheinen die eigenen Bilder in den Bildergebnissen, sichtbar in der Search Console unter dem Suchtyp Bild?
  • Klicks ueber Bilder: Wie viele Besucher gelangen ueber ein Bild auf die Seite, getrennt vom Web-Suchtyp ausgewertet?
  • Indexierungsquote: Welcher Anteil der wichtigen Bilder ist tatsaechlich im Index, abgeglichen mit der Bild-Sitemap?

Diese Werte ergaenzen die klassischen SEO-Kennzahlen, ersetzen sie aber nicht. Wer beide Welten zusammen betrachtet, erkennt fruehzeitig, welche Seiten visuell Potenzial haben und welche Bilder noch gar nicht indexiert sind. Praktisch bewaehrt sich ein fester Rhythmus: Einmal im Monat die Bild-Impressionen in der Search Console pruefen und die Bilder mit den meisten Eindruecken gezielt weiter optimieren. So wird Bildoptimierung kein einmaliges Projekt, sondern ein laufender Abgleich zwischen Inhalt und Nachfrage.

Haeufige Fragen zu Image Pack SEO

Was ist ein Image Pack bei Google?

Ein Image Pack ist eine Gruppe von Bildern, die Google als horizontales Karussell oder Block direkt in den normalen Suchergebnissen anzeigt. Es erscheint bei Suchanfragen mit visueller Absicht und verlinkt jedes Bild auf die jeweilige Quellseite, nicht nur auf die Google-Bildersuche.

Wie kommt man ins Image Pack von Google?

Man kommt ins Image Pack durch beschreibende Dateinamen, praezisen Alt-Text, eine Bild-Sitemap, strukturierte Daten als ImageObject sowie schnell ladende Bilder in hoher Aufloesung. Entscheidend ist zusaetzlich relevanter Text rund um das Bild, der den Bildinhalt thematisch einordnet.

Welche Bildgroesse und welches Format sind ideal?

Google bevorzugt grosse, hochwertige Bilder mit mindestens einigen hundert Pixeln Kantenlaenge in modernen Formaten wie WebP oder AVIF. Wichtig ist die Balance: hohe Aufloesung fuer die Bildersuche, zugleich komprimierte Dateigroesse fuer schnelle Ladezeiten und gute Core Web Vitals.

Wie wichtig ist der Alt-Text fuer das Image Pack?

Der Alt-Text ist zentral, weil Google ihn als wichtigsten Textbeleg fuer den Bildinhalt nutzt. Ein guter Alt-Text beschreibt das Motiv praezise in wenigen Worten, ohne Keyword-Stuffing. Er dient gleichzeitig der Barrierefreiheit und wird von Screenreadern vorgelesen.

Braucht man eine eigene Bild-Sitemap?

Eine eigene oder erweiterte Bild-Sitemap ist nicht zwingend, hilft aber besonders bei Bildern, die per JavaScript geladen werden oder schwer auffindbar sind. Sie listet Bild-URLs strukturiert auf und gibt Google zusaetzliche Hinweise, welche Bilder fuer die Indexierung relevant sind.

Ist Image Pack SEO dasselbe wie die Google-Bildersuche?

Nein. Die Google-Bildersuche ist ein eigener Reiter, das Image Pack erscheint dagegen direkt in der normalen Web-Suche. Beide nutzen dieselben Bild-Signale, doch das Image Pack erreicht Nutzer, die gar nicht aktiv nach Bildern, sondern nach einer Antwort suchen.

Geschrieben von Patrick Tomforde

Patrick Tomforde ist zertifizierter Online Marketingfachwirt (BVDW) und Gründer sowie geschäftsführender Gesellschafter von Digital Ultras. Patrick Tomforde hat bereits eine erfolgreiche Linkbuilding Agentur gegründet und ist außerdem Buchautor und Speaker auf Fachkonferenzen wie dem SEO Day in Köln oder auch bei der IHK Stade.